Der Bahnhof Peiting Ost

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Stationssteckbrief der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mit Angaben zu allen Einrichtungen für den Reiseverkehr

Aktuelle Abfahrts und Ankunftspläne

Der Bahnhof Peiting Ost ist einer der beiden verbliebenen Kreuzungsbahnhöfe der Pfaffenwinkelbahn. Planmäßig nur einmal am Tag morgens genutzt, ist diese Möglichkeit unverzichtbar, wenn bei Sperrungen der Fuchstalbahn, die Güterzüge von Augsburg nach Schongau über den Ammersee und Weilheim umgeleitet werden. Außerdem bietet Peiting Ost die Option, zukünftig auch, zumindest in der Hauptverkehrszeit, einen Halbstundentakt bis Schongau anzubieten.

Im Bahnhof Peiting Ost war bis vor kurzem auch die sogenannte Grubenanaschlussbahn an die Pfaffenwinkelbahn angebunden. Während sie bis zum Beginn der 70er der Anschluß des Peitinger Kohnlebergwerkes an die weite Welt war, wurden später über sie die Betriebe angebunden, die sich auf dem ehemaligen Gebiet des Bergwerks angesiedelt hatten. Mittlerweile hat auch hier der Lkw gesiegt. Die Gemeinde Peiting hat daraufhin, um Geld zu sparen und etwaige Belästigungen für die Anwohner in einem neu erschlossenen Baugebiet durch pfeifende Züge zu verhindern, die Gleise entfernen lassen und die Grundstücke an dort ansässige Unternhmen verkauft. Damit wird es auch in Peiting keinen Güterverkehr mehr auf der Schiene geben.

Der, zur Kohlezeit, etwas umfangreichere Gleisplan wurde, bis in die achtziger Jahre bereits um alle Gütergleise reduziert. Auch die Verladerampe der Feldbahn des Torfwerkes Hohenbrand ist längst Geschichte. Übrig waren nur noch die Bahnsteiggleise 2 und 3, sowie das, zur Anbindung der Grubenanschlussbahn notwendige Gleis 1. Ebenfalls vorhanden war noch ein, von Gleis 1 abzweigendes Ladegleis, an dem sporadisch Holz ver- und Düngemittel entladen wurden. Am anderen Ende des Ladegleises befand sich eine Kopframpe, die früher für Transporte zum unmittelbar auf der anderen Seite der Bahnhofstraße gelegenen Bundeswehrdepot diente.

Mit Auflassung dieses Depots und der Verlagerung der Holztransporte auf die Straße wurden diese Einrichtungen überflüssig. Sie wurden, ebenso wie die Grubenanschlussbahn entfernt und der Bahnhof auf das betriebliche Mindestmaß der beiden Bahnsteiggleise zurückgebaut. Die Fläche des Ladehofes wurde von der Gemeinde erworben und wird derzeit als Gerwerbegebiet überplant. U.a. soll dort ein Parkhaus und ein Kino entstehen. Auf dem Gelände des Depots ist eine Baugebiet geplant. Bleibt zu hoffen, das in Peiting kein zweites Oberammergau entsteht und man den Bahnhof nicht versteckt hinter den Gewerbebauten suchen muß

Der Bahnhof Peiting Ost besitzt zwar Einfahrsignale, jedoch keine Ausfahrsignale. Der Fahrauftrag wird mündlich erteilt. Das Stellwerk ist nur morgens für kurze Zeit besetzt. Die restliche Zeit ist der Bahnhof durchgeschalten und beide Einfahrsignale befinden sich in Fahrtstellung. In dieser Zeit erhalten die Lokführer vom Zugleiter in Schongau jeweils einen Fahrauftrag bis in den Bahnhof Peiting Ost. Dort melden sie sich über Funk und erhalten den Auftrag zur Weiterfahrt. Seit kurzem wird dieses Verfahren technisch unterstützt und somit ein Ausfahren aus dem Bahnhof ohne Auftrag auch ohne echte Ausfahrsignale verhindert.

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