Neuigkeiten-Archiv

(Februar 2017) Nun doch Halteverbot in Peißenberg Nord

Aufgrund der Berichterstattung im Weilheimer Tagblatt sah sich das Eisenbahn-Bundesamt genötigt, zu intervenieren und ein Halteverbot 25 Meter beidseits des Bahnüberganges anzuordnen.

Warum dies dem EBA erst jetzt aufgefallen ist, obwohl die Situation seit Jahrzehnten gleich ist, fragt sich nicht nur der Zeitungsredakteur.

(Februar 2017) Abgeordneter prüft Klos am Weilheimer Bahnhof

Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Florian Streibl hat zusammen mit der Behindertenbeauftragten der Stadt, Susann Enders, die Toiletten auf Barrierefreiheit geprüft. Dabei stellten sie fest, dass, auf Grund einer Schwelle und schwergängiger Türen, diese nicht behindertengerecht seien

Gerade noch rechtzeitig ist diese Aktion erfolgt. Sonst hätte der barrierefreie Ausbau des Bahnsteiges 1 die Schlagzeile noch kaputt gemacht. Dass niemand freiwillig diese Toilette benutzen möchte, bleibt unerwähnt. Viel drängendere Fragen, z.B. warum der Bahnhof auch nach dem Umbau durch zwei verschiedene Fahrzeug- und Bahnsteighöhen nur suboptimal für bewegungseingeschränkte Personen ist, auch.

(Februar 2017) Anwohner fordern Halteverbot am Haltepunkt Peißenberg Nord

Die Anwohner der nördlichen Peißenberg Ludwigstraße fordern ein Halteverbot am Haltepunkt Nord. Sie fühlen sich durch die Parker gestört. Es bestehe eine erhöhte Unfallgefahr. Eine Aktion der Anwohner, die Parker mit Zetteln aufzufordern, am Wanderparkplatz Dornbichlweg zu parken, wurde vom Rathaus untersagt, da das Parken erlaubt ist. Einen Antrag auf Verhängung eines Parkverbotes hat die Gemeinde abgelehnt, da aus verkehrlichen Gründen dafür keine Notwendigkeit besteht.

Bei all der Farce, die in diesem Vorgang steckt, zeigt sich jedoch wieder einmal ganz deutlich, dass der Haltepunkt am falschen Platz ist und an die Forster Straße verlegt werden sollte. Die Vorschläge dazu sind mehr als 25 Jahre alt.

(Dezember 2016) Neue Weichen für Weilheim

Auf der Plattform BahnMarkt.eu wurde von DB Netzte der Austausch der Weichen 1, 2, 5, 6 und 10 im nördlichen Bahnhofskopf ausgeschrieben. Dabei handelt sich um die 4 Weichen der doppelten Gleisverbindung zwischen den Streckengleisen nach München und Augsburg, die Weiche zwischen Gleis 1 und 2 und die Weiche zwischen den Gleisen 4/5 und 6/7.

(Dezember 2016) Bau des Busbahnhofes in Weilheim rückt näher

Die Stadt Weilheim hat im Haushalt für 2017 2,5 Mio € für den Bau des neuen Busbahnhofes eingestellt. Seit 2008 sind bereits 3 Mio. € Zuschüsse vom Freistaat Bayern zugesagt. Die Gesamtkosten für den gesamten Busbahnhof belaufen sich auf 7,3 Mio €. Die restlichen 1,8 Mio € werden in 2018 benötigt.

(Dezember 2016) PRO BAHN fordert Einsatz von Hybrid-Zügen auf der Pfaffenwinkelbahn

Ohne Umsteigen von Schongau nach München

Fahrgastverband PRO BAHN schlägt Piloteinsatz innovativer Hybrid-Triebwagen auf der Pfaffenwinkelbahn vor.

Nach den Vorstellungen von PRO BAHN könnte das Bahnfahren zwischen Schongau und München bald viel attraktiver werden: Der Fahrgastverband schlägt der bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Freistaats den Nahverkehr auf der Schiene bestellt und gestaltet, vor, die Pfaffenwinkelbahn zur Pilotstrecke für innovative Hybrid-Triebwagen zu machen. Aktuelle Fahrzeugentwicklungen von Elektrozügen, die dank Batteriespeicher auch auf nicht elektrifizierten Strecken fahren können, bieten nun die Chance, das Bahnfahren auf der Pfaffenwinkelbahn auch ohne teuren Ausbau der Infrastruktur (Elektrifizierung) grundlegend zu verbessern.

Mit dem Zug ohne Umsteigen von Schongau, Peiting oder Peißenberg nach München zu fahren, ist nicht nur ein Wunsch eines großen Teils der Fahrgäste der Pfaffenwinkelbahn. Viele potentielle Bahnkunden werden heute durch das Umsteigen und die damit verbundenen Umstände wie das Risiko eines Anschlussverlusts vom Bahnfahren abgehalten. Der Grund für das Brechen der Verkehrsströme in Weilheim wird bislang mit dem Fehlen der elektrischen Fahrleitung zwischen Weilheim und Schongau begründet.

Die auf der Fachmesse Innotrans vorgestellten Triebwagen des Typs "Talent 3" sind mit den Fahrzeugen auf der Werdenfelsbahn kompatibel. Wie schon auf den Strecken nach Kochel oder Reutte önnte dann auch in Weilheim ein Zugteil aus München abgekuppelt werden und Richtung Schongau weiterfahren.

(November 2016) Elektronisches Stellwerk in Weilheim in Betrieb

Seit dem Morgen des 21.11.2016 wird der Bahnhof Weilheim und die benachbarten Betriebsbahnhöfe Wilzhofen und Polling von einem neuen elektronischen Stellwerk (EStw) gesteuert. Gleichzeitig wurde die Bedienung des EStw Garmisch-Partenkirchen ebenfalls nach Weilheim verlegt. Das alte Lorenz-Stellwerk Wf ging zeitgleich außer Betrieb. Zur Zeit erfolgt die Bedienung aus einem provisorischen Container neben dem alten Stellwerk. Nachdem die alte Technik aus dem Turm entfernt sein wird, werden die Bedienplätze dorthin verlagert.

(Oktober 2016) ICE hält ab 2017 in Weilheim

Ab dem Jahresfahrplan 2017 (ab Dezember) werden Samstags zwei ICE in Weilheim halten. In der letzten Stadtratssitzung wurde bereits ein Schaufensterantrag eines grünen Stadtrates behandelt, der darauf abzielte. Dabei erklärte der 1. Bürgermeister, man habe schon öfter nachgefragt, jedoch keinen Erfolg gehabt. Jetzt freut er sich darüber, dass der Bundesverkehrsminister die neuen Halte bekannt gegeben hat.
Warum diese Aufregung. Es war doch klar, dass die DB die sowieso durchfahrenden ICE in Weilheim halten lassen wird, wenn die Bahnsteige endlich hoch genug sind. Es ist eher peinlich, dass Weilheim durch die verschlafene Art, wir fragen mal freundlich nach und wenn einer Nein sagt, dann ist das halt so, der letzte Bahnhof im ganzen Werdenfels ist, der Bahnsteige erhält, an denen ein ICE halten kann. Wohlgemerkt als wichtigster und verkehrsreichster Bahnhof im Netz. Da hatten andere, insbesondere im Landkreis Garmisch-Partenkirchen mehr Nachdruck an den Tag gelegt. Landrat und Bürgermeister standen beim Minister auf der Matte, anstatt sich bei netten Runden Tischen eine Abfuhr nach der anderen zu holen.
Kleiner Nebeneffekt: Durch die zwei Halte rutscht Weilheim in der Stationskategorie nach oben, was für DB Netze Mehreinnahmen bei jedem Halt, auch der Werdenfelsbahn und der BRB, bedeutet.

(Oktober 2016) und mal ein Lerserbrief zu Weilheim Süd

Diesmal nicht vom allseits bekannten Stadtrat der Partei "Die Grünen", sondern von den Unabhängigen. Alles nach dem Motto, das Geld für den Haltepunkt Weilheim Süd wäre umsonst rausgeschmissen und die prognostizierten Zahlen von Scharlatanen frei erfunden.
Der Schreiber des Leserbriefes ist zwar Verwaltungsbeamter, aber auch hier gilt die Regel, wenn man keine Ahnung hat ... Von ausgewiesenen Verkehrsgeographen erstellte Potentialanalysen einfach als falsch darzustellen, spart die Beschäftigung mit der Thematik, der Schreiber stellt sich damit aber selbst das entsprechende Zeugnis aus. Solche Argumentationen verortet mal in letzter Zeit eigentlich an anderer Stelle des Parteienspektrums.

(Oktober 2016) Weilheim Süd wieder mal im Stadtrat

Letzten Donnerstag war es wieder so weit. Auch der Stadtrat behandelte wieder den Halt Weilheim Süd. Sogar der Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, Dr. Johann Niggl, bemühte sich höchstselbst nach Weilheim, um des Stadträten zu erklären, warum die DB partout nicht bauen will, was alle anderen wollen (weil es mehr kostet und man den Umbau des BÜ Geistbühelstraße nochmal planen hätte müssen). Die sattsam bekannte Begründung, das gehe aus Sicherheitsgründen nicht, verfing jedoch wieder nicht bei den Räten. Zumal der als zweiter Experte zugezogene Vertreter von PRO BAHN zeigen konnte, daß die DB solche Bahnsteiganschlüsse selbst schon gebaut hat. Herr Dr. Niggl will sich nun an höherer Stelle erkundigen, ob es nicht doch einen Weg gibt, die gewünschte Lage zu realisieren.
Zur Erinnerung: Der Freistaat bezahlt den ganzen Haltepunkt und tritt gegenüber der DB als Bittsteller auf ...

(Oktober 2016) Weilheim Süd wieder mal im Bauausschuss

Der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates beschäftigt sich in seiner Sitzung am 11.10.2016 mal wieder mit dem geplanten Bahnhalt Weilheim Süd. Näheres ist nicht bekannt. Aber der sattsam bekannte Stadtrat der Partei "Die Grünen" wird die Bühne mit Sicherheit wieder zu nutzen versuchen und ist dabei immer für eine Überraschung gut.
Erinnert sei nur an den Auftritt der Schülersprecherin der Weilheimer Realschule bei der Veranstaltung der CSU zu diesem Thema, die anhand einer eigenen Umfrage darlegte, dass kein Schüer ihrer Schule diesen Halt brauche. Klar, Peißenberg hat ja auch eine eigene Realschule. Die Peißenberger Gymnasiasten hat vorsichtshalber damals keiner gefragt - die fahren ja auch nach Weilheim ...

(September 2016) Bahn will nicht für Überdachung zahlen

verkündet das Weilheimer Tagblatt aus der letzten Stadtratssitzung in Weilheim. Die Stadt wollte, daß die Bahn (namentlich DB Netze Station&Service) beim barrierefreien Ausbau des Weilheimer Bahnhofes an Gleis 1 ein Bahnsteigdach errichtet, dass am Stellwerk vorbei bis zum geplanten Busbahnhof auf dem ehemaligen nördlichen Ladehof reicht und an das dort geplante anschließt. Die Bahn stimmte dem zu, wenn die Stadt die Rechnung übernimmt. Das erachtet die Stadt als Affront. Eine Stadträtin wird mit dem Wort "Riesenschwachsinn" zitiert, der 1. Bürgermeister Loth verkündet "Der schwarze Peter liegt bei der Bahn".

Wie immer erleichtert, wenn die Empörung verraucht ist, ein Blick in das Gesetz die Rechstfindung. Und da findet sich ... gar nichts. Es gibt keine Regel, die die Bahn verpflichten würde, auf dem Bahnsteig überhaupt ein Dach zu errichten. Wenn sie das tut, ist ihr eigener Wille, den sie so ausführen kann, wie sie es will. Dem entgegen liegt die Verantwortung für die Schnittstellen zwischen Bahn und den weiteren ÖPNV-Verkehrsmitteln bei der Kommune, auch wenn das die meisten nicht wahr haben wollen. Der schwarze Peter liegt eindeutig im Spielfeld der Stadt Weilheim.

(September 2016) Video-Reisezentrum in Peiting Ost eröffnet

Nach Schongau und Peißenberg hat nun auch Peiting am Ost-Bahnhof ein Video-Reisezentrum erhalten. Damit ist es jetzt auch hier möglich, Fahrkarten aller Art während ausgedehnter Öffnungszeiten zu erhalten. Ein wichtiger Fortschritt für Peiting.

Der, bei der Eröffnung anwesende Bundesminister für Verkehr Dobrindt kündigte an, dass an einer Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf 80 km/h und der Verlängerung nach Schongau Nord gearbeitet wird. Mögen diese Arbeiten bald Erfolge zeigen ...

(September 2016) Bahnübergang Geistbühelstraße in Weilheim ab 04.10.2016 gesperrt

Im Rahmen des Baus des elektronischen Stellwerks in Weilheim wird auch der, innerhalb des Signalbereichs gelegene Bahnübergang Geistbühelstraße modernisiert. Dabei wird neben der neuen Technik auch einen neue Schrankenanlage erstellt. Es wird extra betont, dass zukünftig für die Fußgänger eine eigene Schranke am Fußweg installiert wird.

Diese Baumaßnahme wurde vom Bauausschuss der Stadt Weilheim durchgewunken, obwohl sie in engem Zusammenhang mit dem neuen Haltepunkt Weilheim-Süd steht. Beim Umbau hätte problemlos bereits der Zugang zu einem, im Zwickel gelegenen Bahnsteig mit geschaffen werden können. Der Aufwand wäre, angesichts der neuen Schranken am Fußweg eher gering gewesen. Trotz der schriftlich an die Stadt vorgebrachten Warnung von Pro Bahn wurde dies nicht gesehen. Jetzt beruft sich die Bahn auf die fertigen, mit der Stadt abgestimmten Planungen und den hohen Aufwand einer neuen Planung. So schafft man Tatsachen ...

(August 2016) Halt Weilheim Süd doch nicht gestorben!

Nachdem der Bauausschuss der Stadt Weilheim zum zweiten Mal empfohlen hat, das Projekt Weilheim Süd endgültig zu beerdigen, hat der Stadtrat in seiner Juli-Sitzung überraschend eine 180-Grad-Kehre vollzogen. Nachdem anfänglich erkennbar war, dass der Stadtrat dem Votum des Bauausschusses folgen würde, entsann man sich im Verlauf der Sitzung eines besseren und beschloß, sich von den Einlassungen von DB Netz und BEG nicht aufs Glatteis führen zu lassen. Statt dessen wurde beschlossen, mit den anderen Beteiligten mit dem Ziel in Verhandlungen zu treten, doch die Lösung C mit der Lage im Zwickel zu erreichen.

Interessant war die kolportierte Äußerung des altbekannten Stadtrates der Partei "Die Grünen", der Stadtrat würde für eine Lösung stimmen, von denen die Fachbehörden sagen würden, sie sei nicht genehmigungsfähig. Es liegen jedoch nur Stellungnahmen von BEG und DB Netz vor, die in voraus eilendem Gehorsam behaupten, das zuständige Eisenbahnbundesamt würde dies nicht genehmigen. Beide wollen ihre bestehende Planung auch gar nicht mehr aufschnüren. Das EBA selbst haben diese jedoch gar nicht befragt! Vielleicht sollte das mal jemand nachholen ...

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